A squirrel dying in front of your house may be more relevant to your interests right now than people dying in Africa – Mark Zuckerberg

Eli Pariser, Gründer der politischen web Organisation MoveOn.org, hat zum Thema Personalisierung ein Buch geschrieben, dass sich sehr kritisch mit dem Thema auseinandersetzt. Seiner These zu Folge führt die Personalisierung dazu, dass wir  ausschließlich Informationen zu Themen erhalten die wir mögen und dabei unangenehme aber wichtige Themen wie Kriege, Katastrophen oder Hungersnöte nicht mehr wahrnehmen. Er umschreibt diesen Zustand mit dem Begriff “Filter Bubble”, der auch gleichzeitig als Titel für das Buch dient.
Einer seiner Hauptkritikpunkte ist, dass die Personalisierungmechanismen wie sie z.B. zur Zeit von Google eingesetzt werden (auch ohne Anmeldung), nicht transparent für den Nutzer sind und auch nicht direkt deaktiviert werden können.

Wer übrigens dennoch ungefiltert googlen will, kann dies mit Hilfe des Browser Plug-ins disconnect erreichen. Das Tool, das vom einem ehemaligen Google-Mitarbeiter kreiert wurde, blockt übrigens auf Wunsch auch das Daten-tracking aller gängigen Dienste.

Das Buch erscheint als Hardcover Version am 12. Mai 2010 im Penguin Verlag. Zeitgleich soll auch die Aufzeichnung einer Präsentation des Autors von der TED2011 Konferenz in Kalifornien online verfügbar sein. Bis dahin kann man sich aber auch erstmal ein Video von der PdF 2010 anschauen:

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UPDATE (08. Mai. 2011):
Das Video von der TED Konferenz ist jetzt online verfügbar:

TED Talks – Eli Pariser: Beware online „filter bubbles“

Weitere Links zum Thema:

Wired: TED 2011: Junk Food Algorithms and the World They Feed Us

Mashable: Is the Personalization of the Web Making Us Dumber?

Amazon.com: Review – Author Q&A with Eli Parise

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